Der Maschansker prägte die Steiermark, verschwand aus dem Handel – wir beleben ihn neu als milden, aromatischen Fruchtbrand. Das Buch beleuchtet Österreichs Edelbrände, ihre Geschichte, Qualität und Meister.
In der Steiermark war der Maschansker der Apfel der Nachkriegszeit. Jeder Bauernhof hatte zumindest ein, zwei Bäume auf den eigenen Streuobstwiesen ausgepflanzt. Heute wird er von großen Handelsketten leider als optisch nicht supermarkttauglich angesehen und verschwand in den letzten Jahrzehnten immer weiter aus dem Fokus der Obstbauern. Für uns umso mehr ein Grund, diese traditionsreiche Sorte wieder in den eigenen Gärten zu kultivieren und zu einem herrlich milden, aromatischen Fruchtbrand zu veredeln.
Über dieses Buch
Dieses Buch beschreibt das Werden und Wesen von edlen Bränden aus Österreich. Es gibt Einblicke in die Geschichte der Destillation von den Alchemisten bis heute. Es zeigt die Entwicklung der Drink-Kultur von der missbräuchlich verwendeten Medizin bis zur American Bar. Es veranschaulicht, was hochwertige von minderwertigen Destillaten unterscheidet. Und es schafft durch komepetente Information über die Hintergründe der geheimnisumwitterten Verwandlung von allgegenwärtigem Obst zu kostbaren Lebenselixieren mehr Freude am Genuss.
Dieses Buch führt auch in Text und Bild zu vier herausragenden Persönlichkeiten unter den Edelbrennern Österreichs und zeigt an deren Beispiel, wie vorzügliche Brände im Detail entstehen: der fassgelagerte Zwetschkenbrand von Alois Gölles, der Wachauer Marillenbrand von Karl Holzapfel, der Brand aus Äpfeln alter Sorten von Valentin Latschen und der Williamsbirnenbrand von Hans Reisetbauer. Damit ist dieses Buch eine Anregung zur genussvollen Beschäftigung mit kraftvollen Quintessenzen.